Wirtschaft und Arbeiten in Dänemark

Dänemark fällt in ihrer Zusammensetzung der Unternehmen durch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen auf. Zudem sind Dienstleistungsunternehmen und Industrie oft sehr spezialisiert, was zu einer hohen Innovations- und Exportrate führt und viele Deutsche anreizt, in Dänemark zu arbeiten. Weltweit gibt es bekannte und renommierte dänische Unternehmen.

Die Tourismusbranche nimmt im Dienstleistungssektor eine wichtige Rolle ein. Der Tourismus in Dänemark ist geprägt von Ferienhäusern und Campingplätzen, die an den Küsten Dänemarks zu finden sind und ein Generator von Jobs im Inland sind. Mit 45.603.826 Übernachtungen spielt der Tourismus eine wichtige Rolle für die Wirtschaft Dänemarks.

In Dänemark wird ein hoher Lebensstandard gepflegt, so ist Auswandern nach Dänemark die eine Frage, aber auch das Arbeiten in Dänemark eine andere. Ähnlich wie die Deutschen, legen die Dänen viel Wert auf Correctness und Ordnung. Im Vergleich ist die Staatsverschuldung des Landes relativ gering. Dänemark erreicht einen Kaufkraftstandard von 126 (2006). Mit Haushaltsüberschüssen von 4,9 % und 4,2 % des Bruttosozialprodukts war Dänemark in den Jahren 2005 und 2006 an oberer Position im Ranking der EU.

Die Arbeitslage in Dänemark ist relativ gut. Desöfteren wandern Deutsche nach Dänemark aus, weil sie in Deutschland keine Jobs mehr finden. Insbesondere sind das Menschen aus dem produzierenden Gewerbe, die in Dänemark arbeiten wollen. In den letzten Jahren hat die Arbeitslosigkeit in Dänemark in den letzten 15 Jahren abgenommen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahre 1993 noch bei 12,4% und sank bis zum Jahr 2007 auf 3,4%. Viele Deutsche, insbesondere aus strukturschwachen Regionen Nord-Deutschlands, haben von dem florierenden Arbeitsmarkt in Dänemark Arbeit gefunden und profitiert. Im Oktober 2008 waren in Dänemark  47.700 Menschen ohne Job.

Dänemark fällt häufig im Gespräch, wenn es um die Regulierung des Arbeitsmarktes geht. Im Vergleich zu Deutschland ist der Arbeitsmarkt in Dänemark liberal. Insbesondere Befürworter eines deregulierten Arbeitsmarktes führen Dänemark häufig als Vorzeigebeispiel an. Deregulierung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik habe Vorteile, so die Experten. Ergebnis sei eine hohe soziale Absicherung. Desweiteren sei es durch Deregulierung möglich, Kosten zu sparen und den Arbeitslosen dadurch ein viel höheres Arbeitslosengeld zu zahlen als es in Deutschland der Fall ist.